Liebe Leserinnen und Leser,
wenn wir als Redaktion zusammenkommen, sind wir stets auf der Suche nach einem guten Titelthema für die neue Ausgabe unseres Gemeinde-Magazins. Für das Heft, das Sie heute in den Händen halten, haben wir uns als Thema "Wie Kirche Gemeinschaft feiert" ausgesucht.
Ich gehe regelmäßig ins Fußball-Stadion. Kurz vor der Halbzeit wird dort immer ein Werbe-Spot einer überregionalen Bier-Marke ausgespielt. Die Kernaussage lautet: "Lasst uns feiern, was uns zusammenbringt". Ein wahrer Satz. Unabhängig davon, ob man jetzt Bier mag oder nicht. Lasst uns feiern, was uns zusammenbringt. Gemeinsamkeiten zu betonen, anstatt immer nur auf das zu schauen, was uns vermeintlich trennt; ich glaube, das würde uns weiterbringen. Uns alle, als Gesellschaft. Uns als Mitglieder in der Kirche. Denn hunderprozentig in Allem einig sein, das werden wir nie erreichen. Weder in der Politik, noch in unseren Weltanschauungen oder den Vorstellungen über die "richtige Lebensweise". Oder in den unterschiedlichen Ansichten darüber, wie Kirche heute eigentlich aussehen sollte.
Kirche und Gemeinde verstehen sich als eine Gemeinschaft der Getauften. Man könnte sagen die "Kernaufgaben" sind:
- Gottesdienste zu feiern, um die Nähe Gottes zu erfahren;
- die Weitergabe des Glaubens; der Dienst am Nächsten (Caritas), also die Unterstützung von Menschen in Not;
- die Gemeinschaftsbildung: etwa durch die Förderung von Zusammenhalt und der Bildung von Gruppen
(für Jugendliche, Familien oder Senioren) und die Einbeziehung aller Gemeindemitglieder.
- Schließlich die Seelsorge: die Begleitung der Gläubigen in allen Lebenssituationen, aber auch bei bestimmten Anlässen, etwa bei Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen.
Aus einigen dieser Aufgaben-Bereiche haben wir für Sie Beispiele in dieser Ausgabe unseres Gemeinde-Magazins zusammengestellt.
Zum Beispiel, wo Menschen aus unseren Gemeinden heute zusammmen auf Pilgerfahrt gehen (Seiten 10 und 24). Oder in unserem Artikel, wo unser Autor beschreibt, wie man in den USA bei Kaffee und Donut als Gemeinde zusammenkommt (Seite 8). Oder auch dort, wo sich Ehrenamtliche engagieren und ihre Talente und Begabungen für Andere einsetzen (Seite 12).
Wenn wir in diesen Tagen in unseren Weihnachts- Gottesdiensten zusammenkommen, dann wünsche ich Ihnen und uns ein Gefühl des Zusammenhalts. Betonen wir das, was uns zusammenbringt und gegenseitig stärkt.
Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2026 wünscht Ihnen und Euch
Ihr Hendrik Voss und die Kompass-Redaktion