Berufung

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Berufung
Gott ruft Menschen mitten in ihrem Leben. Alle getauften und gefirmten Christen haben den Auftrag, die Frohe Botschaft Jesu Christi durch ihr Handeln in Wort und Tat zu leben und zu bezeugen. Und das an dem Ort und in der Lebenssituation in der sie stehen: Als Eheleute oder Single, im Beruf oder Schule, als Kind oder Erwachsener, als Handwerker oder Akademiker. Jeder ist beauftragt seinen Glauben zu leben in Gebet, Bekenntnis und Nächstenliebe.

Weitere Berufe in der Seelsorge
Im Zuge des II. Vatikanischen Konzils gibt es auch Berufe in der Seelsorge, die nicht an die Weihe gebunden sind: Gemeindereferentin/Gemeindereferent und Pastoralreferentin/Pastoralreferent. Sie haben eine bischöfliche Beauftragung zur pastoralen Arbeit in den Gemeinden oder auch an speziellen Einsatzorten, wie dem Krankenhaus, der Notfallseelsorge, der Behindertenpastoral und vieles mehr.

 

Hier möchten wir Ihnen und Euch einige Berufungsgeschichten aus unserem Seelsorgebereich vorstellen: 

Berufungen aus unserem Seelsorgebereich

Breunig (c) Christian Breunig

Pfarrer Christian Breunig

Heimatgemeinde St. Thomas Morus

Augustiner Chorherr im Stift Neustift Vahrn, Südtirol

Wie ist meine Berufung entstanden?
Meine Berufung ist sicherlich einerseits in meinem Elternhaus entstanden. Kirche war da etwas Selbstverständliches (noch). Und es war gerade meine Großmutter, die mich auf dem Weg des Glaubens begleitet hat. Zudem waren mir meine damals sehr lebendige Heimatgemeinde, St. Thomas Morus, mit ihren vielen engagierten Christinnen und Christen (aller Generationen) und insbesondere Herr Pfarrer Georg Kelz gute Wegbereiter und Wegbegleiter. Im Alter von neun Jahren habe ich bereits gesagt, dass ich Pfarrer werden möchte. Dieser Wunsch hat sich stets durchgehalten. 

Welche Erinnerung habe ich an meine Heimatgemeinde?
Ich bin nun schon ein Vierteljahrhundert an anderen Orten. Dennoch kann ich mich noch an viele Personen und Begebenheiten in und rund um meine Heimatgemeinde erinnern. Ich denke viel an meinen Heimatpfarrer, Georg Kelz, der mir ein Vorbild war und ist; er war sehr menschlich, väterlich und vor allem nah bei den Menschen. Das war damals (mit einer Pfarrei) noch ganz anders möglich – aber auch ausschlaggebend für die Gemeinschaft und den Zusammenhalt. Ich denke an meine Zeit im kath. Kindergarten, der kath. Grundschule, die kirchlichen Feiern und Feste, die Pfarrfeste, alles war irgendwie selbstverständlich, zumal es, so hatte ich den Eindruck, (Glaube und Pfarrgemeinde) vielen ein Herzensanliegen war.

Was macht mir Freude im seelsorglichen Dienst?
Vieles ist anders geworden, ist nicht mehr selbstverständlich, nicht mehr allgemein vertraut. Das ist oft mühsam, da ich meinen Background und meine Ansichten und Wünsche mitbringe. Und doch schätze ich die große Unbefangenheit vieler und die Offenheit, zuzuhören, miteinander ein Stück des Weges zu gehen. Mich berühren oft kleine, fast schon unscheinbare Momente, Augenblicke, Aussprüche und Reaktionen (bei Groß und Klein), wo mir das Herz aufgeht und ich spüre: das ist jetzt echt! Und zugleich ist es mir Ansporn, neue Wege zu suchen und einfach da zu sein; denn nicht wenige erlebe ich als recht „hilflos“ (zumal was das Religiöse betrifft), gerade an den Randbereichen bzw. den Ausnahmesituationen des Lebens. Da darf ich dann ein wenig Sicherheit und Vertrauen, vielleicht auch Liebe und Zuwendung schenken. Und das ist es! 

Const (c) Constantin

Pascal Constantin

Heimatgemeinde St. Andreas

Theologiestudent und Priesteramtskandidat

Wie ist meine Berufung entstanden?

Durch meinen Pfarrer, der mich einfach einmal darauf angesprochen hat, ob ich schon einmal darüber nachgedacht habe Priester zu werden.
Es verging einige Zeit, in der ich mir noch nicht so richtig vorstellen konnte, einmal wirklich in diese Richtung zu gehen. Aber die Frage, ob das ein Weg für mich sein könnte, hat mich nicht los gelassen und so möchte ich nun in den noch vor mir liegenden Jahren immer weiter dieser Berufung auf den Grund gehen.

Welche Erinnerungen habe ich an meine Heimatgemeinde?

In erster Linie das, was auch in dem Wort drin steckt: Heimat! Nach Hause kommen!
Ich habe das Glück, noch fast wöchentlich zu meiner Familie und meinen Freunden kommen zu können und ich weiß, dass ich ohne sie alle und die vielen Menschen, denen ich bisher in meiner Gemeinde begegnet bin, heute nicht an diesem Punkt angelangt wäre. (Die auch zurecht regelmäßig kritisch nachfragen, denn das gehört auch zur Auseinandersetzung mit dem Thema...)

Was macht mir Freude im seelsorglichen Dienst?

Nunja, bis es so weit ist, vergehen mindestens noch ein paar Jahre....
Sollte es aber einmal so weit kommen, dann freue ich mich (vermutlich) über die Begegnung mit Menschen. Andere auf ihren Wegen begleiten können und hoffentlich das, was ich vom Glauben verstehe, was mir wichtig ist und was mich geprägt hat auch so leben und an andere weitergeben zu können.

Dane, Gerhard (c) Gerhard) (c) Dane, Gerhard

Pfarrer Gerhard Dane

Priester seit 1967 | Heimatgemeinde St. Albertus Magnus

Subsidiar im Sendungsraum Bedburg/Elsdorf (Rhein-Erft-Kreis)

 

Wie ist meine Berufung entstanden?
Es kam kein Engel in der Waldsiedlung angeflogen, aber da war der Pastor Otto Geller, der mich 1954, als ich, 12 Jahre alt, aus Leverkusen- Bayerwerk zugezogen war ,wie selbstverständlich unter seine Messdiener aufnahm, mit denen er jeden Freitag  im Jugendheim neben der Notkirche (heute Pfarrsaal) sich traf. Später wurde ich auch "Vorbeter", wie man damals sagte, und durfte jeden Sonntag nach der Kommunionausteilung von der Orgelempore den 138.Psalm vorbeten. Den spreche ich noch heute, fast täglich. Ich verdanke diesem Priester sehr viel.

Welche Erinnerungen habe ich an meine Heimatgemeinde?
Otto Geller ist der  prägende Gründungspfarrer der Gemeinde und der Erbauer der einzigartigen Kirche St.Albertus Magnus. Sie erzählt viel von seiner Spiritualität, die der Architekt "nur noch" umsetzen musste. Am Fest des hl.Albert, am 15.11.1959, habe ich die Einweihung durch Josef Kardinal Frings miterleben dürfen und habe vor Aufregung  den großen Weihwassereimer  so ungeschickt gehalten, dass die Albe seiner "Eminenz" unten patschnass wurde. Er hat aber nicht geschimpft und mich trotzdem 1967 im Kölner Dom zum Priester geweiht.

Was macht mir Freude im seelsorglichen Dienst?
Ich bin froh und dankbar, dass ich auch in meinem 81.Lebensjahr als Subsidiar in Bedburg und Elsdorf immer noch viele priesterlich Dienste ausüben kann, taufen, trauen, beerdigen und in Wort und Schrift nach einer neuen Glaubenssprache suchen.

JoergHarth

Pfarrer Jörg Harth

Priester seit 2000 | Heimatgemeinde St. Thomas Morus

Leitender Pfarrer in Bonn-Duisdorf

Wie ist meine Berufung entstanden?

Prägend war mich die Erstkommunionvorbereitung bei Adelheid Lins als Katechetin und dann die Zeit als Messdiener von 1978 bis 1990. Pfr. Georg Kelz war für mich ein authentischer gläubiger Priester mit all seinen Stärken und Schwächen, der uns als Jugendliche ernstgenommen hat. Sein Glaubens- und Lebenszeugnis haben mich angesprochen. Er hat mich auch darauf angesprochen, ob Priester nicht ein Weg für mich sein könnte. Das habe ich zunächst verneint. Nach dem Zivildienst in der Geriatrie des Klinikums und einem Semester Pharmaziestudium in Düsseldorf habe ich dann in Bonn mit dem Theologiestudium begonnen und andere Studenten kennengelernt, die auch auf dem Weg waren zu überprüfen, ob Priestersein eine Option für ihr Leben sei. Vorbilder und Wegbegleiter*innen waren und sind für mich wichtig, meine Berufung zu finden und ihr zu folgen.

Welche Erinnerung habe ich an meine Heimatgemeinde?

In der Anfangszeit gab es noch zwei Sonntagsmessen, eine Vorabendmesse - und davor eine Kindermesse - also vier Messen insgesamt; und noch eine in der Kapelle des Krankenhauses. Wir waren sehr stark in Neuen Geistlichen Liedern - da gab es die grünen Liederhefte. Zeitweise hatten wir eine Jugendband, und eine Gruppe von Mädchen sang in jeder Kindermesse. Viele engagierten sich. Pfr. Kelz gab dem Ganzen eine große theologische und menschliche Weite. Seine Weise, Messe zu feiern, war geprägt durch seine Fähigkeit zur Improvisation.

Was macht mir Freude im seelsorglichen Dienst?

Natürlich feiere ich gerne Gottesdienste - anders ginge es nicht angesichts der großen Zahl von Gottesdiensten. Ich predige gerne und versuche so, den Menschen Impulse für den Glauben in ihren Alltag mitzugeben. Gerne störe ich dabei eingefahrene Denkweisen. Seelsorgliche Gespräche finde ich wichtig, und ich freue mich, wenn ich Menschen einen Raum eröffnen kann, in dem sie sich mit ihren Fragen, Gedanken und Gefühlen angenommen fühlen. Ich freue mich, wenn ich einen kleinen Anteil daran habe, wenn Menschen wachsen können. Und ich habe auch meine Freude an Organisation und Verwaltung, damit gute Strukturen da sind, die allen Beteiligten Sicherheit und Freiheit geben.

Klinkenberg (c) Klinkenberg

Pfarrer Stefan Klinkenberg

Priester seit 1986 | Heimatgemeinde St. Andreas

Leitender Pfarrer St. Engelbert und St. Bonifatius, Köln

Wie ist meine Berufung entstanden?

Mit 17 Jahren habe ich mich bei einer Kursfahrt nach Taizé entschieden, Priester werden zu wollen und habe das nicht bereut. Als ich in einer Nacht dort in der ökumenischen Krypta alleine saß, habe ich das gewusst! 

Welche Erinnerungen habe ich an meine Heimatgemeinde?

Nach meiner Erstkommunion 1968 wurde ich Messdiener, Norbert Hölzer war lange mein Gruppenleiter. Messdiener war ich bis 1978; anfangs war ich auch in der KJG und Pfadfinder. Ich habe viele positive Erinnerungen an die Gemeinde St. Andreas und auch an Dechant Heinrich Fein, dessen Schreibtisch ich bei seinem Tod geerbt habe (seit jetzt über 150 Jahren in priesterlichen Besitz). Er war allerdings auch ein Pastor von "altem Schlag". Ich erinnere mich auch sehr gut an die Kapläne Dickers, Hansen, Schallenberg, Kaser, die tolle Arbeit geleistet haben. Studiert habe ich nach dem Abitur von 1979 bis 1984 in Bonn und Münster, danach erfolgte 1985 die Diakonenweihe durch Weihbischof Plöger und 1986 die Priesterweihe durch Kardinal Höffner (der letzte Jahrgang mit 20 Kollegen). In meiner Studienzeit war meine Mutter übrigens schon Pfarrsekretärin in St. Andreas.

 

Was macht mir Freude im seelsorglichen Dienst?

Ich bin wahrscheinlich noch ein "Seelsorger" von altem Schlag, die Menschen sind mir in ihren jeweiligen Lebenssituationen am wichtigsten und der Auftrag, ihnen eine frohe und lebensbejahende Botschaft unseres Gottes zu verkünden. Ich bin weniger ein Strukturmensch, Verwaltungsmensch oder Leiter einer Gemeindeeinheit und viel mehr ein  Diener der Menschen, ein Zuhörer und Verkünder der frohen Botschaft!

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Prälat Erich Läufer

Priester seit 1953 | Heimatgemeinde: St. Joseph

Wie ist meine Berufung entstanden?
In meinem Abiturzeugnis steht als Berufswunsch: „Er möchte Theologie studieren und Priester werden“. Etwa ab den Jahren 1936/37 wurde diese Hoffnung durch zwei Priester begleitet. Zum einen durch den hochgeschätzten Pastor Franz Krüger und zum anderen durch den Kaplan Heinrich Engels.

Welche Erinnerung habe ich an meine Heimatgemeinde?
Meine Heimatgemeinde ist St. Joseph in Manfort. Mit meinen Brüdern bin ich im elterlichen Haus großgeworden. Wir waren Messdiener und durften hier Firmung und Erstkommunion feiern. Von den 70 Jahren als Priester lebe ich fast 60 Jahre in Manfort. Viele Aufgaben in der Diözese durfte ich von hier aus wahrnehmen. In Manfort lernte ich „Hinz und Kunz“ und jede „Ecke“ kennen. Freundschaften entstanden. Fünf Pastöre habe ich als Mitbrüder schätzen gelernt, so unterschiedlich sie auch waren.

Was macht mir Freude im seelsorglichen Dienst?
Keinen Tag der Arbeit als Seelsorger möchte ich missen. Die Feier der Gottesdienste und eine hilfreiche Sprache für die Verkündigung des Evangeliums ist mir nie zur Last geworden. Menschen beizustehen, wann immer es erwartet wird, ist Freude und Dankbarkeit für die vom Bischof übertragene Berufung.

Mueller (c) Mueller

Pastoralreferent Martin Müller

Pastoralreferent seit 2003 | Heimatgemeinde St. Matthias

Wie ist meine Berufung entstanden?

Es gab kein besonderes, einmaliges Berufungs-Ereignis. Es hat sich bei mir in den Jahren des Suchens und Ausprobierens nach der Schule so entwickelt, durch die durch den Glauben an Gott gewonnene Freude  und viele positive Erlebnisse in der Gemeinde über viele Jahre hinweg. Durch Vorbilder im pastoralen Dienst. Durch immer wiederkehrende Gedanken, ob dieser (berufliche) Weg nicht ein Weg für mich sein kann. Diese Frage habe ich dann irgendwann mit „Ja“ beantwortet.

 

Welche Erinnerung habe ich an meine Heimatgemeinde?

Sehr, sehr positive. Durch meine Eltern bin ich von Kind an in die St. Matthias-Gemeinde hineingewachsen. In der Jugendzeit war ich Messdiener, später Leiter, Katechet in der Firmvorbereitung und im Taizé-Kreis. Ich hatte sehr viele wunderbare gemeinschaftliche Erfahrungen, die mich geprägt haben: Messdiener-Treffen in Altenberg, unsere Fahrten nach Königsdorf, die Bistums-Wallfahrt nach Rom. Die Gemeinde war meine Heimat, dort traf ich meinen Freundeskreis, hier habe ich meine Frau kennengelernt. Die Predigten von Pfarrer Stahl waren immer sehr nahe an den biblischen Texten. Dies hat mich für die Exegese begeistert. In diesem Fach habe ich später auch meine Diplomarbeit geschrieben. Es gab wunderbare Feste. St. Matthias ist ein Ort, an dem ich mich wohlgefühlt und zu Hause gefühlt habe und immer noch fühle. Ich komme immer gerne zurück.

 

Was macht mir Freude im seelsorglichen Dienst?

Die Beziehungen zu vielen Menschen in der Gemeinde: Leben teilen, Positives und Negatives, Freud und Leid. Zeit miteinander verbringen, gemeinsam den Lebens-Weg gehen, mit den Menschen, möglichst im Sinne Jesu. Toll finde ich meine Arbeit wegen der Vielfalt der Menschen jeglichen Alters: Kinder im Kindergarten und in der Schule, Jugendliche, Erwachsene, Senioren. Gespräche über den Glauben, das Leben feiern.

Pastoralbüro Leverkusen Südost

Bergische Landstraße 51
(Fußgängerzone Schlebusch)
51375 Leverkusen

Wir sind für Sie da:
Mo 09:00-12:00
Di  09:00-12:00 und 15:00-18:00 Uhr 
Mi  09:00-11:00 und 15:00-18:00 Uhr
Do 09:00-12:00 und 15:00-18:00 Uhr
Fr  09:00-12:00 Uhr

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Priesterliche Rufbereitschaft  Telefon: 0 21 71-40 90

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#Teamgeist Welcher Geist herrscht bei mir zuhause, bei der Arbeit, bei meinem "Team"? Habe ich/hat Jesus einen festen Platz im Team? ...
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