Gezelinkapelle in Alkenrath

Gezelinkapelle liegt in Alkenrath (c) Dr. Josef Simons

Die Gezelinkapelle liegt in Alkenrath am Rande des Bürgerbuschs, in der Nähe von Schloss Morsbroich. Sie ist dem seligen Gezelinus geweiht und über der Quelle errichtet, die der Selige während einer Trockenheit mit seinem Hirtenstab zum Sprudeln brachte.  Die heutige Kapelle steht auf den Grundmauern eines älteren Baus, den Heinrich von Reuschenberg, Provinzial des Deutschen Ordens und Herr von Morsbroich, 1659 errichten ließ. Er ersetzte damit ein Heiligenhäuschen aus Lehm und Ton, doch soll es alten Urkunden zufolge bereits früher eine Kapelle gegeben haben, die im Laufe des Dreißigjährigen Krieges zerstört worden sei. Diese Überlieferung wird untermauert durch das Alter des Glöckchens, das noch heute zum Gottesdienst in der Kapelle ruft. „KERSTGEN VON ONCKEL GAUSZ MICH ANNO 1597“ lautet seine Inschrift.

Der Bau von Reuschenbergs kam nach der Säkularisation des Deutschen Ordens 1805 in den Besitz der Zivilgemeinde Schlebusch. Ihren von Bürgermeister Zuccalmaglio geplanten Abriss wusste die Schlebuscher Bevölkerung zwar zu verhindern, doch wurde die Kapelle im Laufe der Jahre immer baufälliger. Da das Geld für den Unterhalt des Gebäudes fehlte, musste die Kapelle 1860 wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. Vier Jahre später wurde sie bis auf die Grundmauern abgerissen.

Die Schlebuscher wollten sich allerdings mit dem Verlust des alten Heiligtums nicht abfinden. Ein „Comité“ sammelte Geld und leitete den Wiederaufbau in die Wege. 1868 konnte Pfarrer Wilhelm Jansen die neue Kapelle einweihen. 1894 kam sie in den Besitz der Kirchengemeinde St. Andreas, die bis heute für ihren Unterhalt zuständig ist.

Weitere Details zur dieser Kapelle und ihrem Namenspatron finden Sie hier...

Namenspatron

Gezelinus soll der Legende nach im Herzogtum Burgund geboren sein. Aufgrund seines Bestrebens, „allen Reichtum und alle Ehren aus Liebe zu Christus [zu] verlassen“, sei er schon in der Jugend in das Kloster der Zisterzienser als Laienbruder eingetreten. Bald sei er nach Altenberg in das Zisterzienserkloster geschickt worden, wo ihm die Aufgabe des Schafhirten zugeteilt worden sei.

So sei er auf das Gut Alkenrath gekommen, wo er seine Aufgabe mit solcher Demut ausgeführt habe, dass er dafür bekannt wurde. Wunder seien geschehen und viele Menschen seien zu ihm gekommen, weil sie auf seine mächtige Fürbitte bei Gott vertraut hätten. Zu den Wundern gehört, dass Gezelinus der Legende nach eine Quelle geschaffen haben soll, indem er seinen Hirtenstab in den Boden stieß und ein Gebet sprach, als er von Menschen in einer lang andauernden Dürreperiode darum gebeten wurde.

Dieses Wasser habe lindernde und heilende Wirkung gehabt. Vor seinem Tod soll er darum gebeten haben, unter der Dachtraufe der Kirche zu Schlebuschrath beerdigt zu werden, damit das Wasser ihn auch nach seinem Tode noch von seinen Sünden reinigen sollte.

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