Mit Pater Abraham in Indien und Sri Lanka

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Impressionen einer Pilgerreise in den Orient

Gegrüßet seist Du, Maria… Im Marienmonat Oktober folgten wir dem Angebot von Pater Abraham zu einer Reise nach Sri Lanka und Südindien. Wir waren zum ersten Mal dabei, doch für die meisten waren Wiederholungstäter.

Nach der Landung, noch im Flughafen von Colombo wurden wir von unserem einheimischen Reiseleiter, unserem Fahrer und seinem Beifahrer begrüßt. Sie haben den Aufenthalt in Sri Lanka für uns sehr angenehm gemacht.

Die drei waren Buddhisten und klärten uns auf, dass man sich nie mit einer Buddha-Statue zusammen fotografieren darf. Und Sri Lanka ist voll von Buddha-Statuen in allen Größen und Formen.

Bei der Rundfahrt in Colombo war jedoch das erste religiöse Bauwerk, das wir sahen, ein hinduistischer Tempel, der uns mit seinem bunten Figurenschmuck beeindruckte. Wir sahen aber auch buddhistische Tempel, Moscheen und christliche Kirchen zwischen all den profanen Bauten. Colombo ist eine junge, stolze aufstrebende Stadt. Ihr Herz und das der ganzen Insel ist die Unabhängigkeitshalle, ein Symbol für das freie Sri Lanka.

Am Ende der Rundfahrt besuchten wir auch St. Antony, eine der Kirchen, in denen die schrecklichen Anschläge vom April 2019 stattfanden. Jetzt kommt man nur noch durch Sicherheitssperren in die Kirche, die schon weitgehend wieder aufgebaut ist. An Baufahrzeugen vorbei geht es ins Innere und den Menschen dort ist die Fassungslosigkeit und zum Teil auch Verzweiflung immer noch anzusehen. Da es inzwischen wolkenbruchartig regnete, blieben wir länger und konnten noch einmal in der Gruppe und alleine beten.

Die nächsten Tage in Sri Lanka waren beeindruckend. Alte buddhistische Höhlentempel wechseln mit einer unglaublichen Landschaft, Ruinen und lebendigen Städten.

Die alte Königsstadt Kandy ist Sitz des Bistums Kandy. Dort besuchten wir die St. Anthony’s Kathedrale und – ein besonderer Wunsch von Pater Abraham - das etwas außerhalb gelegene Priesterseminar.

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Abschluss und ein weiterer Höhepunkt in Sri Lanka war eine Jeep-Safari durch den Yala-Nationalpark. Die Tierwelt ist erstaunlich nah.

Noch vieles wäre zu erzählen, besonders über unseren hervorragenden Reiseleiter, der als freier Mitarbeiter unter dem Rückgang des Tourismus nach den Anschlägen zu leiden hat. Aber kein Wort der Klage war von ihm zu hören.

Chennai (das frühere Madras) in Tamil Nadu ist unser erstes Ziel in Indien. Auch dort werden wir am Flughafen von dem einheimischen Team aus drei Personen abgeholt. Der Bus ist noch komfortabler als der in Sri Lanka. Die Stadtrundfahrt am nächsten Tag fällt buchstäblich ins Wasser. Bei dem Regen will keiner raus, und so wird Ford George nur umrundet und auch den Strand – immerhin am Golf von Bengalen -  sehen wir uns lieber vom Bus aus an. Höhepunkt in Chennai war aber der Besuch der St. Thomas Basilika mit dem Grab des Apostels Thomas.

Die Fahrt führte uns weiter nach Pondicherry. Pondicherry ist wie die meisten Städte in Tamil Nadu laut und chaotisch, aber eben auch voller Leben. Wir wanderten am frühen Abend über die Straßen, Fußwege sind nicht vorhanden oder vollgeparkt. Doch es passierte einem auf der Straße trotz des Verkehrs nichts.

Wir haben bei der Querung des Subkontinents beeindruckende hinduistische Tempelanlagen besichtigt und großartige Landschaften erlebt. Wir durften uns in einem Gewürzgarten umsehen und auf Elefanten reiten. Selbst eine ayurvedische Massage war möglich.

Unglaublich waren auch die Stunden während einer Bootsfahrt auf den Backwaters von Kerala. Wir konnten die Ruhe und wunderbare Landschaft genießen – und die perfekte Bewirtung.

Mit Pater Abraham feierten wir eine Messe in einem kleinen Kloster. Das ist eigentlich für Fremde tabu, aber für uns machte man eine Ausnahme, um uns die Messe zu ermöglichen. Anschließend wurden wir sogar zu einem Essen eingeladen. Wir sahen nur freundliche und lachende Gesichter. Die Hauptaufgabe der Nonnen ist ein Hospiz in der Nähe.

Bei der Fahrt zu unserem letzten Ziel, einem Hotel am Arabischen Meer, sahen wir eine riesige Prozession. Es waren indische Katholiken auf dem Weg zu einer Marienfeier.

Schon um fünf Uhr morgens beginnen die Rosenkranzgebete und gehen über den ganzen Tag. Die Hingabe ist beeindruckend. Gegrüßet seist Du, Maria… Man versteht es, auch wenn man die Sprache nicht spricht.

Ingeborg und Bernhard Menge

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Pastoralbüro Leverkusen Südost

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